xinonet.blog - x-pertenschnack: Unsere Beiträge zu Branchenthemen

Employee Feedback Tools: Wenn Kollegen sich liken

Die Digitalisierung schreitet voran. Im Zuge dessen schießen seit einigen Jahren auch immer mehr sogenannte Employee Feedback Tools auf den Markt. Worum geht’s? Es geht um Apps, die von Unternehmen eingesetzt werden, um die Mitarbeiter zu mehr Feedback anzuregen. Schließlich ist es für Unternehmen äußerst ärgerlich, wenn Ideen oder Anregungen nicht auf den Tisch kommen, die das Unternehmen doch voranbringen würden – oder wenn Unternehmen wichtige Mitarbeiter verlieren, noch bevor sie deren Unzufriedenheit überhaupt erkannt haben.

Wie kann man sich das Ganze nun genau vorstellen? Zunächst stellt man fest, dass sich die verschiedenen Employee Feedback Tools teils stark voneinander unterscheiden. Drei typische Funktionen stelle ich Ihnen jetzt vor:

Warum Sie nicht nach Konfliktursachen suchen sollten

Ihre Kollegen streiten sich ständig. Langsam geht es Ihnen auf die Nerven. Das kann doch nicht so schwer sein…! Weiß doch jeder: Konfliktursachen suchen, finden, beheben – und schon ist der Streit gelöst.

Oder sind Sie vielleicht selbst gelegentlich Beteiligter eines Konfliktes? Falls ja, suchen Sie bitte nicht nach der Ursache. Warum nicht, fragen Sie? Weil es keinen Sinn ergibt. Und das kommt so:

Erstens: Konflikte breiten sich aus. Ein Konflikt mag sich vielleicht an einer Sache entzünden. In rasender Geschwindigkeit geht es dann aber nicht mehr nur darum, wer den Müll rausbringt, sondern auch um die Wäsche, den letzten Urlaub, die Kindererziehung, den abwertenden Tonfall und ganz allgemein um die ständigen Überreaktionen. Genauso wie die Feuerwehr bei einem Hausbrand (glücklicherweise) nicht die funkensprühende Waschmaschine repariert, reicht es nicht, sich auf die Konfliktursachen zu konzentrieren.

Mit Gesprächstechnik der Lüge auf der Spur

Je nachdem, wie wir eine Lüge definieren, werden wir im Schnitt 200 Mal am Tag belogen. Wie viele Lügen haben Sie davon heute schon erkannt? Vermutlich kaum welche. Studien zeigen, dass Menschen unheimlich schlecht darin sind, Lügen zu entlarven. Ohne weitere Indizien ist das Urteil darüber, ob jemand lügt oder bei der Wahrheit bleibt, nahezu eine Zufallsentscheidung. Helfen kann dabei die sogenannte Gesprächstechnik – dazu gleich mehr.

Stiftet Ihr Unternehmen Identität?

Jeder Arbeitgeber möchte, dass sich seine Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren. Warum? Die Mitarbeiter betrachten sich dann als Teil des großen Ganzen. Sie stehen hinter den Zielen des Unternehmens und sind entsprechend motiviert, ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten.

 

Doch wie fördert man die Identifikation der Mitarbeiter?

 

Hierfür machen wir einen kleinen Abstecher in die Sozialpsychologie. Wir alle gehören verschiedenen Gruppen an: Familien, Freundeskreisen, Fangemeinschaften, bestimmten Berufsständen und eben auch Unternehmen. Aus diesen Gruppenzugehörigkeiten resultiert maßgeblich unser Gefühl darüber, wer oder was wir sind. Man spricht auch von sozialer Identität. Damit Mitarbeiter eine positive soziale Identität aus ihrer Unternehmenszugehörigkeit ableiten – oder in anderen Worten: Damit Mitarbeiter mit Stolz sagen, dass sie für Unternehmen XYZ arbeiten – gilt es, das Konzept der sozialen Identität noch etwas besser zu verstehen.

Wenn Fehlbesetzungen ans Eingemachte gehen – Auslandsentsendungen

Folgendes Szenario: Ihr Unternehmen expandiert – und um den neuen Standort in Brasilien aufzubauen, soll einer Ihrer Manager für die nächsten vier Jahre dorthin entsandt werden. Am Ende haben Sie drei Bewerber für diese Position und Sie entscheiden sich für Ihren Produktionsleiter, da er Ihre Prozesse am besten kennt. Fließendes Englisch, gutes Spanisch, Portugiesisch-Grundkenntnisse und mehrere Semester Auslandserfahrung während des Studiums: Sie sind zuversichtlich.

 

Nach eineinhalb Jahren sieht die Lage anders aus. Der Mann scheint kein Fuß zu fassen. Nachdem das Projekt bisher nur schleppend anläuft und er immer wieder Unzufriedenheit äußert, kommt nun die Hiobsbotschaft: Er hält es nicht mehr aus, folglich bricht er die Auslandsentsendung ab.

Gemeinsam in den Abgrund – Warum Konflikte eskalieren

Eigentlich fing es ganz harmlos an. Der Chef hat mich und meinen Kollegen beauftragt, eine neue Software auszuwählen. Die Aktuelle ist veraltet und zu teuer. Da wir beide am meisten damit arbeiten und uns am besten auskennen, sollen wir auch entscheiden. Wir haben beide recherchiert, aber wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner. Nachdem wir anfangs noch sachlich diskutiert haben, knallt es inzwischen jedes Mal heftiger, wenn wir das Thema ansprechen. Ich verstehe es nicht. Mein Kollege beharrt auf Software A, ohne überhaupt die Vorzüge von Software B zu verstehen. Nicht nur das, er tut so, als hätte ich überhaupt keine Ahnung davon. Wie einen Vollidioten versucht er mich darzustellen. Aber nicht mit mir. Da hat er sich mit dem Falschen angelegt!

Vernachlässigte Teamentwicklung – Wenn man nicht tankt, um Zeit zu sparen

Wie sehen die anderen mich? Wie kann ich mich einbringen? Wieso reißt Herr Meier immer das Ruder an sich? Dass Frau Müller immer alles als ihre Idee verkauft, geht mir so auf den Senkel. Aber soll ich das ansprechen? Hätten wir nicht viel früher eine Entscheidung treffen können? Ich glaube der Plan wird schief gehen, aber keiner sagt was… stehe ich blöd da, wenn ich es anspreche?

 

Wie Sie Lose-Lose-Situationen in Konflikten schaffen

Tja, in der Theorie heißt es bei Konflikten immer, es ginge um Win-Win-Lösungen. In der Praxis scheint es mir mitunter aber ganz anders. Jedenfalls sieht es für mich häufig so aus, als wäre eine Win-Win-Lösung das Letzte, was bei Konflikten angestrebt wird. Deshalb habe ich heute für jene etwas sehr Nützliches mitgebracht, die da sagen: Konfliktlösung will ich nicht; ich will, dass Konflikte eskalieren; ich will Wut; ich will Trauer; ich will Trennung!: Nämlich die vier goldenen Lose-Lose-Regeln!

 

Regel Nummer 1: Schließen Sie von einzelnen Verhaltensweisen unbedingt auf die ganze Person!

Überzeugungskraft: Von verbaler und nonverbaler Kommunikation

Wer schon mal an einem Kommunikationsseminar teilgenommen hat, kennt vermutlich folgende Regel: 55% der Kommunikation ist nonverbal (Gestik, Mimik), 38% ist paraverbal (Stimmlage, Lautstärke) und nur mickrige 7% der Kommunikation ist verbal (Inhalt).

 

Heißt das nun: Wenn ich jemanden überzeugen möchte, ist es eigentlich egal, was ich sage –Hauptsache ich habe eine selbstbewusste Körperhaltung und klinge sicher in der Stimme? Bevor ich hierauf eine Antwort gebe, sollte man sich das Experiment mal genauer anschauen, auf dem diese Zahlen basieren. Dafür verweise ich auf folgenden großartig zu lesenden Artikel: http://www.blog.michael-ehlers.de/nonverbale-kommunikation-das-mehrabian-missverstandnis/.

 

Struktur in der Mediation – Der Weg zur Konfliktlösung

Die Parteien sind völlig aufgebracht. Der Konflikt eskaliert mehr und mehr… Wie schafft es ein Mediator, die Konfliktparteien – die doch gerade in diesem Moment als allerletztes an ein einvernehmliches Ergebnis glauben – zu einer gemeinsamen Konfliktlösung zu begleiten? Es gehört mehr dazu, als die Streithähne an einen Tisch zu setzen und sie diskutieren zu lassen.  Neben dem sicheren Einsatz von Deeskalationsstrategien und einer gehörigen Portion Empathie zeichnet sich Mediation vor allem durch ein strukturiertes Vorgehen aus. Was das konkret bedeutet, möchte ich in diesem Artikel anhand der ALPHA-Struktur der Mediation von Anita von Hertel (2009) aufzeigen.