Category: Arbeitsmarkt

Bewerbung in der Dose

Die einen dosen ihre Bewerbung ein, andere meißeln sie in Stein. Auffallen um jeden Preis ist die Devise, um aus der Masse der Bewerbungen herauszustechen und zumindest zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Doch die kreativen Ideen haben ihre Kehrseite: Sie machen der Personalabteilung zusätzlich Arbeit. So verlangt die Bewerbung in der Dose einen Dosenöffner. Den hat nicht jedes Unternehmen in der Teeküche. Also bleiben die Unterlagen liegen, bis einer der Mitarbeiter daran denkt, einen Dosenöffner von zuhause mitzubringen. Überhaupt ist heute die digitale Bewerbungsmappe zeitgemäß: Nur ein Klick bis zum Lebenslauf. Und sicher ist es keine gute Idee für einen Bewerber in der IT, seine Unterlagen als kleines Puzzle zu programmieren. Originell zwar, aber deutlich zu arbeitsintensiv.

So bereiten Sie sich gut auf Gehaltsverhandlungen vor

Gehaltsverhandlungen sind immer schwierig. Sei es im Job, wenn es darum geht, eine Erhöhung zu erreichen oder in einer Bewerbung, bei der es wichtig ist, eine annähernd richtig Gehaltsvorstellung anzugeben. Sie kennen das wahrscheinlich: Meist fühlt man sich dabei irgendwie unwohl. Denn stimmt der Arbeitgeber zu, bleibt das Gefühl, wohl doch zuwenig gefordert zu haben. Lehnt er dagegen ab, ist vielleicht sogar der eigene Job gefährdet. Eine vertrackte Situation. Doch natürlich liegen in einer Gehaltsverhandlung auch Chancen für Sie. Nicht nur, dass am Ende mehr Geld auf Ihrem Konto sein könnte. Sie zeigen Selbstbewusstsein, betonen Ihre Branchenkenntnis, testen Ihren eigenen Marktwert, den Ihres Jobs sowie die aktuelle Bewertung Ihrer Branche und die Stärke Ihres Unternehmens. Geld ist die Messlatte des Erfolgs. Daher dürfen Sie erwarten, mit zunehmender Erfahrung, steigenden Leistungen und wachsender Verantwortung auch mehr zu verdienen.

Pausen gegen Stress

Das Stresserleben der IT-Beschäftigten steigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation IAQ der Universität Duisburg. Besonders Projektmitarbeiter zwischen 30 und 40 und über 50 Jahre fühlen sich am Ende eines Tages verbraucht. Für Beschäftigte im Management verringert sich der selbstempfundene Stress dagegen durchschnittlich ab dem 44ten Lebensjahr.

Outsourcing in der IT

Das Verhältnis zwischen externen und internen IT-Mitarbeitern in Unternehmen beträgt derzeit 1:5. Jeder sechste IT-Mitarbeiter ist also nicht in dem Unternehmen beschäftigt, für das er arbeitet – Tendenz steigend. Dies ist das Ergebnis einer Erhebung der International IT Benchmark Association (IITBA). Ausgelagert werden demnach vor allem kurzfristige Qualifikationen, während  die langfristigen von Mitarbeitern im eigenen Haus erbracht werden. Typische Outsourcing-Bereiche sind unter anderem Netz, Telekommunikation und Endgerätebetreuung.

Fachkräftemangel: Die Chance für Mitarbeiter

Unter den Top-20 des Wettbewerbs „Deutschlands beste Arbeitgeber“ befanden sich Mitte des Jahres zwölf IT-Unternehmen. Dabei waren die ersten vier Plätze sogar vollständig in der Hand der ITler. Das gute Abschneiden kommt nicht von ungefähr: Zurzeit kämpft jedes zweite IT-Unternehmen in Deutschland mit einem Fachkräftemangel. Die Stellen von rund 20.000 IT-Experten sind unbesetzt, so der IT-Branchenverband Bitkom. Deshalb investiert die Mehrheit der Betriebe viel Aufmerksamkeit, Zeit und Geld in ihre Mitarbeiter.

Ein soziales Netzwerk für Arbeitnehmer

Wollten Sie immer schon wissen, ob Sie marktgerecht verdienen? Oder gar, was der Kollege vom Büro gegenüber in der gleichen Postion bekommt? Eine neue Plattform im Web ermöglicht solche Vergleiche jetzt – natürlich anonym. Companize will nach eigenen Angaben Transparenz für Arbeitnehmer schaffen und damit Chancengleichheit in Verhandlungen mit Unternehmen. Damit die Anonymität gesichert ist, veröffentlicht Companize Gehaltsangaben erst, wenn mindestens drei Mitarbeiter desselben Unternehmens ihren Verdienst angegeben haben.

Familienfreundlichkeit wird immer wichtiger

Unternehmen, die ihren Mitarbeitern keine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, haben bald ein Personalproblem. Eine provokante These? Nicht, wenn man dazu ein paar Zahlen betrachtet: Mehr als Dreiviertel der Eltern zwischen 25 und 49 Jahren würden für mehr Familienfreundlichkeit ihre Job wechseln, ein Viertel von ihnen hat das bereits getan. Das besagt eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Das Überraschende: Familie ist nicht gleich Kinder. Die Studie zeigt, dass sich heute schon jeder zehnte nebenher um einen kranken beziehungsweise pflegebedürftigen Angehörigen kümmert – zwei Drittel von ihnen zusätzlich zur Kinderbetreuung. Und noch eine Überraschung: Rund 70 Prozent der kinderlosen Mitarbeiter achten bei ihrer Jobwahl auf Familienfreundlichkeit ihres Arbeitgebers.

Verbessern Sie Ihre Bewerbung gemeinsam

Eine Bewerbung ist immer mit Aufwand und Zeit verbunden. Sie müssen Ihre Bewerbungsmappe zusammenstellen, telefonisch erreichbar sein, Fragen beantworten, Gespräche absolvieren. Das alles durchbricht Ihren gewohnten Tagesablauf und verringert Ihre Freizeit. Um Erfolg zu haben, müssen Sie den Bewerbungsprozess in Ihr Leben integrieren. Warum dann nicht gleich richtig durchstarten und die Chance zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen, die sich Ihnen jetzt bietet?

Luftloch Sabbatical

Wikipedia definiert das sogenannte „Sabbatjahr“ als ein Jahr der Auszeit. Das Modell: Über einen vereinbarten Zeitraum werden Arbeitsstunden angespart oder der Arbeitnehmer verzichtet auf einen Teil seines Gehalts. Dafür darf er später bei Lohnfortzahlung zu Hause bleiben. Seit einigen Jahren ist dieses aus den USA stammende Modell auch bei uns sehr beliebt. Viele Menschen nutzen die arbeitsfreie Zeit für ausgedehnte Reisen und zur Selbstfindung. Wir beobachten allerdings auch eine ganz andere Funktion des beliebten Sabbatical: Immer häufiger dient die berufliche Auszeit zur Auffüllung von Lebensläufen. Gibt es irgendwo eine Lücke, dann hat der Bewerber halt ein Sabbatjahr eingelegt. Das sieht im Zweifel natürlich besser aus, als „arbeitslos“ zu schreiben.

Gestalten Sie jede Ihrer Bewerbungen selbstbewusst

Unternehmen gehen nicht immer „kundenfreundlich“ mit ihren Bewerbern um. Es kann monatelang dauern, bis sie reagieren, dann aber sind die Ansprüche an die Flexibilität des Bewerbers gewaltig: Plötzliche Telefoninterviews am Arbeitsplatz, obwohl um Vertraulichkeit gebeten wurde, mehrere Gesprächsrunden an unterschiedlichen Orten mit kurzfristiger Terminansetzung (für die der Bewerber unter Umständen einige Urlaubstage nehmen muss), Aufgaben, wie zum Beispiel Fachpräsentationen, die viele Stunden Vorbereitung erfordern (neben dem aktuellen Job), Ausfüllen immer neuer Formulare und jede Menge mehr. Bewerber stehen einer Bürokratie gegenüber, die nur darauf bedacht ist, keinen Fehler bei der Auswahl neuer Mitarbeiter zu machen. Es geht nicht nur um die fachlichen Qualitäten eines Bewerbers, sondern vor allem auch um seine Passgenauigkeit in die jeweilige Unternehmenskultur. Dabei scheint es keine große Rolle für Unternehmen zu spielen, wie sie sich ihren Bewerbern gegenüber selbst darstellen. Trotz des vielzitierten Fachkräftemangels können sich zumindest begehrte Arbeitgeber einen – vorsichtig formuliert – egoistischen Umgang mit Bewerbern nach wie vor leisten. Doch wie sollen sich Bewerber in einer solchen Situation verhalten? Fünf praktische Tipps für Ihre nächste Bewerbung: