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Bewerbung in der Dose

Die einen dosen ihre Bewerbung ein, andere meißeln sie in Stein. Auffallen um jeden Preis ist die Devise, um aus der Masse der Bewerbungen herauszustechen und zumindest zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Doch die kreativen Ideen haben ihre Kehrseite: Sie machen der Personalabteilung zusätzlich Arbeit. So verlangt die Bewerbung in der Dose einen Dosenöffner. Den hat nicht jedes Unternehmen in der Teeküche. Also bleiben die Unterlagen liegen, bis einer der Mitarbeiter daran denkt, einen Dosenöffner von zuhause mitzubringen. Überhaupt ist heute die digitale Bewerbungsmappe zeitgemäß: Nur ein Klick bis zum Lebenslauf. Und sicher ist es keine gute Idee für einen Bewerber in der IT, seine Unterlagen als kleines Puzzle zu programmieren. Originell zwar, aber deutlich zu arbeitsintensiv.

About.me – der virtuelle Augenblick

Der feste Händedruck, ein Blick in die Augen sind wichtige soziale Handlungen beim Kennenlernen eines neuen Kontakts. Innerhalb von Sekunden gelingt es so, das Gegenüber vorläufig einzuschätzen und zur eigenen Person in Beziehung zu setzen. Im Web ist das nicht möglich, obwohl es notwendig wäre.

Hände weg vom Alkohol

Wir ahnten es ja schon immer, jetzt ist es wissenschaftlich bewiesen: Menschen, die Alkohol in Händen halten, werden von anderen als dumm und unzuverlässig angesehen – und haben schlechtere Chancen, einen Job zu bekommen. Das belegt eine gemeinsame Studie der University of Michigan und der University of Pensylvania. Dabei ist es gleichgültig, ob jemand Bier, Whiskey oder teuren Wein bevorzugt. Auch wenn der Entscheider selbst gerne ein Gläschen trinkt, hat er Vorbehalte gegenüber offensichtlichem Alkoholkonsum. Für die Jobsuche bedeutet das: Ein professionelles Bewerbungsfoto verwenden und alle Partybilder im Web löschen, die öffentlich zugängich sind. Denn auch wenn das neue Beschäftigungsdatenschutz-Gesetz der Bundesregierung den Arbeitgebern die Recherche nach Bewerbern in sozialen Netzwerken untersagt, muß man doch damit rechnen, daß das ein oder andere Bild mal ungewollt auftaucht… In diesem Sinne: Prost!

Ein Bewerbungsfoto sagt mehr als tausend Worte

Die meisten Menschen betrachten ihr eigenes Foto sehr kritisch. „Was, so sehe ich aus?“ Doch wenn es darum geht, das richtige Bewerbungsfoto auszuwählen, neigen viele Kandidaten zu einer gewissen Gleichgültigkeit. „Was soll‘s, nehme ich eben das letzte Urlaubsbild“, scheinen sie sich zu denken. Falsch! Auf das Bewerbungsfoto fällt der erste Blick eines Personalers. Sympathisch, interessant, offen – das sind Attribute, die sich in diesem Moment mit einem aussagekräftigen, technisch gut gemachten Foto erreichen lassen.